Krypto-Anzeigenbetrug ist zu einer anhaltenden Operation geworden: In den letzten Wochen wurden mehr als 356 schädliche Google-Ads-URLs entfernt, meldet eine Blockchain-Sicherheitsfirma.
Seit Jahren kursieren Krypto-Anzeigenbetrügereien im Netz – inzwischen fallen sie vor allem dadurch auf, wie konsequent sie im Hintergrund weiterlaufen.
Die Blockchain-Sicherheitsgruppe SEAL berichtete in einem Blogbeitrag vom Dienstag, dass sie allein in den letzten Wochen über 350 schädliche Google-Ads-URLs blockiert hat, und stellte fest, dass die Kampagnen „nicht nachlassen“.
Dieselbe Falle, größeres Volumen
Das Schema hat sich kaum verändert. Ein Nutzer sucht nach einer Plattform wie Uniswap, klickt auf ein gesponsertes Ergebnis und landet auf einer nahezu identischen Kopie der echten Website. Von dort an geht es schnell.
Nutzer werden aufgefordert, Wallets zu verbinden oder Transaktionen zu signieren – oft reicht ein einziger Schritt, um Angreifern die Kontrolle über die Mittel zu übergeben. SEAL beschreibt diese Tools als Browser-Skripte, die „darauf ausgelegt sind, den Nutzer dazu zu bringen, eine schädliche Transaktion zu signieren“.
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Was sich verändert hat, ist das Ausmaß: SEAL berichtet von einem „konstanten Volumen an von Angreifern geschalteten Google Ads jede Woche seit mehr als einem Jahr“. Die Angreifer wechseln dabei zwischen Marken wie Uniswap und Morpho Finance, um der aktuellen Suchnachfrage zu folgen.
Verluste stapeln sich weiter
Bestätigte Verluste aus diesen Kampagnen beliefen sich in einem kurzen Zeitraum im März auf über 810.000 US-Dollar, laut SEAL-Daten. Einschließlich zusätzlicher Opfermeldungen steigt die Summe auf rund 1,27 Millionen US-Dollar zwischen dem 13. und 30. März.
Einzelne Fälle streuen stark. Manche Verluste liegen bei wenigen Hundert US-Dollar, andere übersteigen 200.000 US-Dollar nach einem einzigen Klick auf eine gefälschte Anzeige. Die tatsächliche Summe dürfte höher liegen, deutet SEAL an: Viele Nutzer melden Vorfälle nie, und oft lässt sich ein Verlust kaum einer konkreten Anzeige zuordnen.
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