Die Debatte um das mögliche Bitcoin-Tief wird wieder hitziger. Analyst Benjamin Cowen sieht weitere Kursverluste wahrscheinlicher als eine längst abgeschlossene Bodenbildung. In einem Gespräch mit Kyle Chassé machte er die Wahrscheinlichkeit klar deutlich. Nach Cowens Einschätzung besteht eine 65-Prozent-Chance, dass das endgültige Tief noch vor dem Markt gelegen ist. Nur zu 35 Prozent sei der Tiefpunkt schon erreicht.

Diese Einschätzung dürfte vor allem Anleger beschäftigen, die nach der jüngsten Erholung auf eine nachhaltige Trendwende hoffen. Cowens Prognose bedeutet nicht zwingend, dass Bitcoin zwingend weiter Richtung Tiefststände rauscht. Sie zeigt jedoch, dass das Abwärtsrisiko höher bewertet wird als das bullische Szenario.
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Benjamin Cowen sieht den Bitcoin-Boden mit 65 Prozent noch nicht erreicht
Cowen macht seine Einschätzung ungewöhnlich konkret. Statt nur vor weiteren Risiken zu warnen, nennt er eine klare Wahrscheinlichkeitsverteilung. Für ihn spricht aktuell mehr dafür, dass Bitcoin noch einmal einen tieferen Kursbereich testet.
Die Aussage ist relevant, weil der Markt nach starken Schwankungen Orientierung sucht. Eine kurze Erholung kann schnell wie der Beginn eines neuen Aufwärtsimpuls wirken. Doch damit ist noch kein dauerhafter Boden bestätigt.
Bei einer möglichen Bodenbildung geht es auch darum, ob Käufer bei erneuter Schwäche weiter an Bord bleiben. Makro- und Zinserwartungen, plus die Risikobereitschaft an den Märkten, können Bitcoin zusätzlich bewegen.
Das 65-Prozent-Szenario lässt Raum für eine weitere Korrektur. Gleichzeitig bleiben die 35 Prozent für einen bereits erreichten Boden bedeutend. Ein bullischer Fortsetzungsschub kann also nicht völlig ausgeschlossen werden.
Was bedeutet die Bitcoin-Prognose für den BTC-Kurs?
Wenn man sich den Kursverlauf anschaut, gibt es zwei mögliche Pfade. Im eher bärischen Fall verliert die jüngste Erholung an Kraft. Die Verkäufer könnten erneut wichtige Unterstützungszonen testen und Druck auf die kurzfristigen Käufer ausüben.
Ein neues Tief wäre besonders heikel, falls Nachfrage schwach bleibt und die Marktliquidität sinkt. Dann könnte sich die Korrektur beschleunigen. Hebelpositionen würden zusätzlich für mehr Volatilität sorgen, wenn entscheidende Preiszonen nach unten fallen.
Das bullische Szenario bleibt allerdings möglich, solange Bitcoin kein neues Tief markiert. Wenn BTC▼$77,379.00 über den jüngsten Unterstützungen stabil bleibt, könnte der Markt langsam wieder Vertrauen gewinnen. Höhere Tiefs würden dabei ein erstes technisches Signal liefern.
Wesentlich ist also nicht nur eine einzelne Prozentzahl. Anleger sollten beobachten, wie Bitcoin auf neue makroökonomische Daten und stärkere Verkaufswellen reagiert.
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Warum Benjamin Cowen beim Bitcoin-Tief vorsichtig bleibt
Cowen schaut bei Bitcoin oft zyklisch und makro-orientiert drauflos. Es geht ihm nicht um einzelne Tagesschwankungen, sondern darum, ob die Marktstruktur eine belastbare langfristige Bodenbildung bestätigt.
Genau hier liegt das Risiko. Starke Gegenbewegungen können auch innerhalb eines größeren Abwärtstrends auftreten. Solche Rallyes wirken kurzfristig bullish, bevor der Markt wieder Druck bekommt.
Eine bloße Kurserholung beweist also noch kein Ende der Korrektur. Bitcoin müsste zeigen, dass Käufer Rücksetzer früher auffangen und dass die wichtigen Unterstützungen länger halten.
Auch die allgemeine Liquidität bleibt relevant. Der Bitcoin-Kurs reagiert oft sensibel auf Zinsentwicklungen, Konjunkturerwartungen und wie risikobereit die Anleger gerade sind.
Bitcoin-Ausblick: Kommt noch ein neues Tief?
Die zentrale Frage bleibt offen. Für Cowen ist die Wahrscheinlichkeit eines noch ausstehenden Tiefs mit deutlicher Mehrheit gegeben – rund 65 Prozent. Gleichzeitig sieht er eine Chance von 35 Prozent für eine abgeschlossene Bodenbildung.
Für Anleger bedeutet das: nicht zu viel Sicherheit in eine Richtung. Ein neues Tief halte er zwar für wahrscheinlicher, sei aber nicht garantiert. Genauso könnte sich die aktuelle Erholung auch zu einer stabileren Aufwärtsbewegung entwickeln.
In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie es weitergeht. Halten sich zentrale Unterstützungen, sieht das bullische Bild besser aus. Kommt dagegen neuer Verkaufsdruck auf, rückt Cowens vorsichtiges Szenario schnell wieder in den Fokus.
Seine 65-zu-35-Einschätzung ist keine feste Kursprognose, sondern eher ein Risikomodell. Genau deshalb ist sie für Anleger relevant, die zwischen Bodenbildung und weiterer Korrektur abwägen.
