Die US-Notenbank könnte im September die Zinsen unverändert lassen. Fed-Gouverneur Christopher Waller signalisierte, dass eine Zinspause Sinn machen würde, falls die Inflation weiter nachgibt.

Für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt könnte das nächste Inflationsreport zur entscheidenden Treiber-Richtung werden.
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Fed-Zinsentscheid im September bleibt offen
Die Fed hält den Leitzins aktuell bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Waller sieht keinen starren Grund, jetzt sofort wieder zuzupacken.
Wesentlich ist, wie sich die Inflation entwickelt. Wenn die kommenden Daten weiter in Richtung zwei Prozent gehen, würde Waller eine unveränderte Zinspolitik befürworten.
Anders wäre es bei überraschend hoher Inflation. Dann könnte er sich sogar eine Zinserhöhung vorstellen.
Die Fed tagt am 15. und 16. September.
US-Inflationsdaten werden zum entscheidenden Faktor
Besonders wichtig wird der Verbraucherpreisindex für August. Die Zahlen erscheinen noch vor der nächsten Fed-Sitzung und könnten die Marktstimmung deutlich beeinflussen.
Waller betont, dass die Inflation noch deutlich über dem Ziel von zwei Prozent liegt. Gleichzeitig gibt es aber auch Fortschritte – langsam, aber sichtbar.
Der PCE-Preisindex lag im Juli 3,7 Prozent über dem Vorjahr. Einige der zuletzt genannten Inflationstreiber sieht er allerdings als vorübergehend an: höhere Energiepreise, Auswirkungen von Importzöllen. Neue Preisschübe bleiben aber ein Risiko.
Märkte stufen Zinserhöhung teils wieder höher ein
Die Aussagen von Waller wirkten sofort auf die Anlegerstimmung. Vorher hatten sich die Märkte eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September ziemlich fest ausgerechnet.
Nach den Worten Wallers sanken diese Erwartungen. Gleichzeitig zogen Aktien an und US-Staatsanleihen rentierten etwas schlechter.
Eine Zinserhöhung bis Jahresende bleibt dennoch im Spiel. Letztlich wird die weitere Geldpolitik stark von anstehenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten abhängen.
Warum Die Fed-Entscheidung Für Bitcoin Wichtig Ist
Für Bitcoin könnte eine Zinspause auf kurze Sicht positiv wirken. Höhere Zinsen machen Kapital teurer und machen verzinsliche Anlagen attraktiver im Vergleich zu riskanteren Assets.
Bleiben die Zinsen stabil, könnte der Druck auf Bitcoin und Co. etwas abnehmen. Genauso viel Einfluss könnte es haben, wenn Anleger danach wieder auf Zinssenkungen setzen.
Das größte Risiko bleibt überraschend hohe Inflation. Sie könnte neue Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen und den Dollar sowie die Renditen von Staatsanleihen stärken.
Für Bitcoin-Anleger rücken damit die kommenden US-Inflationsdaten stärker in den Fokus. Sie könnten entscheiden, ob die Fed im September pausiert oder die Geldpolitik erneut verschärft.
