Stablecoin News

Goldman Sachs Und Bank of America Planen Gemeinsamen Dollar-Stablecoin Für 2027

Lindy Martens
2. September 2026 3 Min. Lesezeit

Die traditionelle Finanzwelt schlägt im Kryptomarkt neue Töne an. Aktuell arbeiten 21 internationale Institute daran, einen eigenen US-Dollar-Stablecoin zu entwickeln.

Goldman Sachs Und Bank of America Planen Gemeinsamen Dollar-Stablecoin Für 2027

Mit von der Partie sind die Großen wie Goldman Sachs, Bank of America, Citi, Wells Fargo und Deutsche Bank. Hinzukommen weitere Größen wie UBS, Santander, BBVA, Commerzbank und etliche weitere Banken weltweit.

Weiterlesen: Trump-Krypto greift an: USD1 startet auf Canton – Milliarden-Stablecoin expandiert

Geplant ist, dass der Stablecoin schon im ersten Halbjahr 2027 marktreif ist. Dann würden die Banken direkt in ein Feld einsteigen, das bislang vor allem von Tether und Circle dominiert wird.

21 Banken Gründen Gemeinsames Stablecoin-Unternehmen

Wie genau soll das Ganze funktionieren? Zunächst wird eine neue Gesellschaft gegründet, die noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 entsteht. Diese Firma soll später den Stablecoin herausgeben, dessen Wert fest an den US-Dollar gekoppelt bleibt. Einen offiziellen Projektnamen gibt es bislang nicht.

Interessant: Der Kreis der Unterstützer ist deutlich größer geworden. Im Oktober 2025 waren’s nur zehn Banken – inzwischen stehen 21 Institutionen hinter der Idee. Unter anderem zählen Capital One, PNC und Wells Fargo dazu, ebenso wie die europäische Seite mit Deutsche Bank, UBS, Santander, Commerzbank und Crédit Agricole.

Wofür soll der Stablecoin gut sein? Nicht nur für den klassischen Kryptohandel. Die Idee ist, das digitale Geld mit mehreren Bereichen des Finanzsystems zu vernetzen. Denkbar sind grenzüberschreitende Zahlungen und die Abwicklung digitaler Vermögenswerte. Auch institutionelle Kunden könnten den Coin nutzen, genauso wie möglicherweise Großkunden- und Privatkundenbeziehungen.

Besonders hilfreich könnte er bei internationalen Transaktionen sein. Dank Blockchain-Technik lassen sich rund um die Uhr Transaktionen abwickeln und könnten traditionelle Zwischenhändler ersetzen. Für die Banken bedeutet das außerdem die Chance, eigene Blockchain-Lösungen stärker in vorhandene Produkte zu integrieren.

Nach dem Dollar könnte bald auch der Euro folgen

Der Dollar soll zuerst auftreten, doch danach schauen sich die Finanzhäuser auch Stablecoins in anderen Währungen der G7 an.

Ganz vorne liegt natürlich der Euro. Nach dem geplanten Dollar-Stablecoin könnte also eine Euro-Version kommen.

Und das würde den Wettbewerb im Stablecoin-Markt ordentlich anheizen. Neben klassischen Kryptounternehmen kämen dann auch einige der größten Banken der Welt um Marktanteile.

Tether hat mit USDT$0.9998 momentan einen riesigen Vorsprung. Die Emissionen liegen jenseits der 180-Milliarden-Dollar-Marke.

Doch ein paar Großbanken haben einen entscheidenden Vorteil. Die Institute bringen Millionen von Kunden und eine weltweite Zahlungsinfrastruktur mit.

Weiterlesen: Trump-Krypto-Firma verdient an chinesischer KI: World Liberty gerät wegen WorldClaw unter Druck

Banken entdecken Stablecoins für sich

Das ist ein klares Signal für einen grundlegenden Wandel an der Wall Street. Früher sahen Banken Stablecoins hauptsächlich als Konkurrenz zum klassischen Einlagengeschäft. Inzwischen arbeiten sie selbst an digitalen Geldlösungen.

Stablecoins könnten langfristig einen Teil der herkömmlichen Bankeinlagen ersetzen. Gleichzeitig eröffnen sie neue Möglichkeiten für Zahlungen, Wertpapierhandel und tokenisierte Vermögenswerte.

Genau deshalb wollen die Banken den Markt offenbar nicht Tether, Circle und anderen Krypto-Unternehmen überlassen.

Der Startpegel im ersten Halbjahr 2027 könnte sich als wichtiger Test erweisen. Entscheidend wird, ob Kunden einen von Banken kontrollierten Stablecoin wirklich akzeptieren.

Gelingt das, könnte sich der Stablecoin-Markt grundlegend verändern. Dann wären digitale Dollar nicht mehr nur eine Fantasie der Krypto-Szene.

Lindy Martens

Lindy Martens is a Crypto and iGaming writer with over 3 years experience covering digital assets, blockchain and the wider Web3 industry. Focuses on making complex topics and market trends…