Der Bitcoin-Kurs profitiert derzeit von der Juli-Saisonalität und steigender US-Nachfrage – CryptoQuant hält die Bewegung jedoch weiterhin für fragil.
Mit einer Erholung von rund 11 % vom Tief der vergangenen Woche bei 57.700 $ hat Bitcoin erneut die Marke von 60.000 $ angelaufen – gestützt von erholender Nachfrage und einem bullischen Juli-Bias. Analysten von CryptoQuant, einem On-Chain-Analytics-Unternehmen, warnen jedoch, dass die Stimmung weiterhin „extrem bärisch“ sei.
In einem Research-Bericht vom 8. Juli mit dem Titel „Room to Run?“ schrieb CryptoQuant, Bitcoin sei vom frischen Bärenmarkt-Tief um rund 11 % auf etwa 64.000 $ gestiegen und nannte die Marke von 60.000 $ eine „kritische Unterstützung und einen Pivot“.

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CryptoQuant verwies darauf, dass die gesamte BTC▲$62,630.00-Nachfrage sich von der „schnellsten Kontraktion seit 2022“ erholt habe, nachdem sie Anfang Juni auf fast −650.000 BTC gefallen war; die Futures-Nachfrage drehte leicht ins Plus, und der Spot-Verkaufsdruck verlangsamte sich auf das schwächste Tempo seit Mitte Mai.
Auch US-Käufer wirken auf der Verkaufsseite weniger aggressiv: Der Coinbase Premium Index, der die Bitcoin-Nachfrage auf Coinbase im Vergleich zu anderen Börsen misst, erholte sich auf −0,062 – nach stark negativen Werten, als Bitcoin aus dem Bereich um 57.000 $ nach oben sprang.
Der Juli verschafft den Bullen ein klareres Setup
Die Saisonalität stützt die bullische Stimmung. Historische Monatsrenditen von CoinGlass zeigen, dass der Juli zu den besten Monaten für Bitcoin-Renditen gehört – mit einer durchschnittlichen Rendite von rund 7,5 % und einer Median-Rendite von etwa 8,2 %.
Selbst in Bärenmarkt-Jahren war der Juli profitabel: Bitcoin verzeichnete im Juli 2018 und Juli 2022 Gewinne von rund 21 % bzw. 17 %, so CryptoQuant. Ausgehend von denselben Bewegungen vom aktuellen Niveau bei etwa 62.840 $ würde Bitcoin entsprechend zwischen rund 73.500 $ und 76.000 $ handeln.
Doch während Bitcoin wieder Richtung 64.000 $ läuft, werden Retail-Trader erneut extrem bullisch – ein Umschwung, den Santiment, ein Krypto-Analytics-Unternehmen, als Warnsignal wertet.
Laut dem Unternehmen haben Trader im vergangenen Monat mehrfach die Seite gewechselt: von bärisch Anfang Juni über bullisch Mitte Juni bis hin zu neuen Erwartungen auf steigende Kurse. Santiment sieht in solchen Social-Swings ein Gegensignal, weil Retail-Trader oft erst nach dem eigentlichen Move auf den vorherrschenden Trade aufsteigen.
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