US-Spot-ETFs für Bitcoin beenden ihre dreitägige Serie mit Kapitalzuflüssen nach unten. Am 8. September schrieben die Produkte zusammen Nettomittelabflüsse von 46,65 Mio. USD. Gleichzeitig flossen auch Gelder aus Ethereum-Spot-ETFs ab.

Die neuen ETF-Daten deuten auf eine vorsichtige Haltung institutioneller Investoren hin. Gleichzeitig gingen die Fundzahlen aber recht unterschiedlich aus. Grayscale meldete deutliche Abflüsse, während Bitwise, BlackRock und Fidelity frisches Kapital anziehen konnten.
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Bitcoin-Spot-ETFs verzeichnen 46,65 Mio. USD Abfluss
Laut Zahlen von SoSoValue lagen die Nettoabflüsse der US-Bitcoin-Spot-ETFs am 8. September bei exakt 46,6464 Mio. USD. Damit endete eine drei Tage andauernde Folge von Zuflüssen.
Größter Belastungsfaktor war Grayscales GBTC: Innerhalb eines Tages flossen netto 65,51 Mio. USD ab.
Andere Anbieter holten dagegen neues Geld rein. Der Bitwise Bitcoin ETF BITB führte die Zuflüsse mit 14,47 Mio. USD an. BlackRocks IBIT folgte mit rund 10,66 Mio. USD Tageszufluss.
Die positiven Zahlen der genannten Produkte reichten jedoch nicht aus, um die massiven GBTC-Abflüsse komplett auszugleichen.
Das gesamte Vermögen der US-Bitcoin-Spot-ETFs lag danach bei rund 99,52 Mrd. USD. Das entspricht etwa 6,31 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung. Seit dem Start haben die Fonds kumuliert rund 55,57 Mrd. USD an Nettozuflüssen verzeichnet.
Warum die Bitcoin-ETF-Abflüsse wichtig sind
Bitcoin-Spot-ETFs gelten inzwischen als wichtiger Barometer für die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin. Große Zuflüsse können darauf hindeuten, dass Profis ihre BTC▼$77,402.00-Positionen ausbauen.
Der heutige Tagesabfluss von 46,65 Mio. USD fällt im Vergleich zum gesamten ETF-Vermögen allerdings eher gering aus. Ein einzelner negativer Handelstag sagt noch nichts über einen Trend aus.
Interessant ist eher, dass die dreitägige Zuflussserie zu Ende ging. Wenn sich dieser Trend über mehrere Handelstage fortsetzt, könnte das auf eine abgeschwächte Nachfrage seitens institutioneller Käufer hindeuten.
Gleichzeitig zeigen Zuflüsse bei Bitwise und BlackRock, dass Investoren nicht einfach Bitcoin verkaufen. Ein Großteil der Abflüsse konzentrierte sich auf GBTC.
Für den Bitcoin-Kurs bleibt entscheidend, ob die gesamte ETF-Kategorie in den kommenden Tagen erneut Kapital anziehen kann.
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Ethereum-ETFs verlieren erneut knapp 24,29 Millionen Dollar
Auch bei Ethereum gingen am 8. September die Verkäufe eher zu Buche. Die US-Spot-ETFs auf Ethereum verzeichneten zusammen Nettoabflüsse von 24,29 Millionen Dollar.
Allerdings gab es innerhalb der Gruppe klare Unterschiede. Fidelitys FETH zog mit Nettozuflüssen von 9,89 Millionen Dollar den größten Tageszufluss unter allen Ethereum-ETFs.
Dadurch kletterten die kumulierten historischen Zuflüsse von FETH auf rund 2,287 Milliarden Dollar.
Am stärksten von Gegenwind getroffen war dagegen der Grayscale Ethereum Mini Trust ETF. Innerhalb eines Tages flossen rund 24,61 Millionen Dollar aus dem Produkt ab. Zudem wiesen auch Grayscales ETHE Abflüsse von etwa 9,57 Millionen Dollar aus.
Das gesamte Nettovermögen der Ethereum-Spot-ETFs lag danach bei rund 15,72 Milliarden Dollar. Damit decken die ETFs etwa 5,19 Prozent der gesamten Ethereum-Marktkapitalisierung ab. Ihre kumulierten Nettozuflüsse betrugen rund 13,17 Milliarden Dollar.
Fidelity FETH hebt sich vom Ethereum-ETF-Markt ab
Besonders auffällig ist die Entwicklung von Fidelity. Während die Ethereum-ETF-Gruppe insgesamt Kapital verlor, zog FETH fast 10 Millionen Dollar neues Geld an.
Das deutet darauf hin, dass Anleger nicht pauschal ihre Ethereum-ETF-Positionen rausnehmen. Stattdessen verschieben sich Gelder teilweise zwischen Anbietern.
Eine ähnliche Dynamik zeigte sich bei Bitcoin: BITB und IBIT sammelten neues Kapital ein, während hohe GBTC-Abflüsse die Tagesbilanz ins Minus drückten.
Diese Unterschiede sind wichtig, wenn man die ETF-Flows bewertet. Ein negativer Gesamtwert heißt nicht automatisch, dass institutionelle Anleger Bitcoin oder Ethereum komplett meiden.
Bitcoin- und Ethereum-ETFs bleiben wichtiger Marktindikator
Die ETF-Daten vom 8. September zeigen kurzfristig eine Abkühlung der Nachfrage. Bitcoin-Spot-ETFs verloren 46,65 Millionen Dollar, Ethereum-Produkte gaben weitere 24,29 Millionen Dollar ab.
Für Bitcoin endete damit nach drei positiven Handelstagen erstmals wieder eine Sitzung mit Nettoabflüssen.
Trotzdem bleiben die langfristigen Kapitalströme deutlich positiv: Bitcoin-ETFs haben seit dem Start mehr als 55 Milliarden Dollar netto eingesammelt. Bei Ethereum liegt der kumulierte Wert inzwischen über 13 Milliarden Dollar.
Anleger dürften deshalb besonders auf die kommenden Handelstage schauen. Kehren die Zuflüsse bei Bitcoin schnell zurück, könnte der aktuelle Abfluss nur eine kurze Unterbrechung sein.
Setzen sich dagegen mehrere negative Sitzungen hintereinander fort, wäre das ein Anzeichen für einen stärkeren Rückgang der institutionellen Nachfrage nach Bitcoin und Ethereum.
