Der BTC▲$62,630.00-Kurs fiel unter 67.000 $, während Analysten schrumpfende Nachfrage, ETF-Abflüsse und schwächere Spot-Käufe als Gründe für den Bitcoin-Rückgang nennen.
Der Bitcoin-Kurs rutschte heute unter die Marke von 67.000 $ und bringt die April-Unterstützung wieder in den Blick. Trader fragen sich jetzt, ob das nur ein weiterer Rutsch nach unten ist oder der Beginn einer tieferen Sommer-Verkaufswelle.

Zum Redaktionsschluss handelt Bitcoin bei rund 66.863 $, ein Tagesminus von 6,4 %, und damit wieder nahe den Niveaus von Anfang April, laut der Kurs-Tracking-Seite der Bitcoin Foundation. Die Marktkapitalisierung sank zugleich auf etwa 1,3 Billionen $.
Julio Moreno, Forschungsleiter bei der Blockchain-Analytics-Firma CryptoQuant, schrieb in einem X-Post vom 2. Juni, dass die nachlassende Nachfrage der zentrale Grund für die laufende Bitcoin-Korrektur sei.

„Die laufende Kurskorrektur hängt vollständig mit den Bitcoin-Nachfragebedingungen zusammen und hat nichts mit Aktien (Allzeithochs), Öl oder dem Makroumfeld zu tun (z. B. wächst die Industrieproduktion schneller)“, sagte Moreno.
Die Blockchain-Analytics-Firma Glassnode sieht Bitcoin unterdessen durch schwächere Spot-Nachfrage, ETF-Abflüsse und weichere spekulative Positionierung belastet.
„BTC handelt bei 71,3K unter wachsendem Druck. Verkäufer dominieren den Spot, ETF-Abflüsse beschleunigen sich auf 1,3 Mrd. $, und frisches Kapital ist zum Stillstand gekommen“, schrieb Glassnode in seinem Market-Pulse-Update. „Die Struktur ist gebrochen, und das Momentum begünstigt kurzfristig die Unterseite.“
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Stress ist spürbar
Glassnode hielt in einem weiteren X-Post fest, dass langfristige Bitcoin-Holder bereits mit 15,5 % relativen unrealisierten Verlusten zu tun hatten, als BTC um 69.500 $ handelte – der Stress dürfte also zugenommen haben, nachdem Bitcoin weiter gefallen ist.

Zugleich betonte Glassnode, dass die Zahl der langfristigen BTC-Holder noch nicht die Schmerzschwellen erreicht hat, die üblicherweise mit Zyklus-Tiefs einhergehen. Trotz der Kursbewegung blieb das Szenario daher etwas offener.
„Stress ist spürbar, aber die Basis der langfristigen Holder liegt noch weit entfernt von den Schmerzlevels, die historisch Zyklus-Tiefs markiert haben“, ergänzten die Analysten.
Benjamin Cowen, Gründer der Krypto-Marktforschungsfirma Into The Cryptoverse, schrieb in einem X-Post, ein „plausibler Pfad“ sei, dass Bitcoin im Juni ein Tief ausbildet – ähnlich wie im Juni 2018 und Juni 2022.
Aktuell handelt Bitcoin nahe demselben Unterstützungsniveau, an dem im April bereits Kaufinteresse sichtbar war. Ein Halten dieser Marke dämpft den Rücksetzer. Andernfalls bestätigt sich die schwächelnde Nachfrage.
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