Privatanleger rechnen plötzlich wieder mit steigenden Kursen, während Bitcoin Richtung 64.000 Dollar läuft – ein Umschwung, der Analysten zufolge zur Vorsicht mahnt.
Krypto-Trader haben ihre Haltung im vergangenen Monat mehrfach geändert: Anfang Juni waren sie noch bärisch, Mitte Juni dann bullisch.
Jetzt, da der Bitcoin-Kurs wieder Richtung 64.100 Dollar steigt, erwartet die Masse erneut höhere Preise, schrieb Santiment, ein Krypto-Analyseunternehmen, heute in einer Analyse.
Doch wie die Analysten betonen, lassen sich Social Signals als Gegensignale nutzen – Privatanleger steigen oft erst nach der Kursbewegung in den vorherrschenden Trade ein.
„Krypto bewegt sich typischerweise entgegen dem, was die Masse am lautesten erwartet – Märkte bestrafen gern überfüllte Trades.“

Das bedeutet nicht das Ende der Erholung. Die Analysten weisen aber darauf hin, dass der erneute Bullen-Call eher signalisiert, dass der Markt sich erst beruhigen sollte, bevor es weiter nach oben geht:
„Optimismus heißt nicht, dass die Rally vorbei ist. Wenn Trader aber schnell wieder höhere Kurse fordern, ist das ein Zeichen, dass die Bullen erst abkühlen müssen, bevor die nächste klarere Aufwärtsbewegung kommt.“
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Bitcoin steigt, der Kontext bleibt gemischt
Glassnode, ein weiteres Krypto-Analyseunternehmen, warnte Anfang der Woche ähnlich vor zu viel Optimismus und sagte, die Bitcoin-Erholung wirke noch eher wie eine Konsolidierung.
Die Analysten verwiesen auf nachlassenden Spot-Verkaufsdruck, ETF-Abflüsse und niedrige Volumina – bei gleichzeitigem Zufluss von „Hot Money“, das wieder in den Markt strömt.
Bitcoin steht damit besser da als im Juni, als der Kurs einbrach – auch wenn Privatanleger bereits wieder auf die höheren Kurse setzen. Santiment hält das kurzfristig für anfällig.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt Bitcoin bei 62.600 Dollar, 1,1 % tiefer am Tag, aber immer noch 6,7 % höher auf Wochensicht – laut Daten der Kursseite der Bitcoin Foundation.
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