Der Bitcoin-Kurs könnte laut PlanB noch unter den Realized Price fallen – obwohl die Kryptowährung bereits unterbewertet wirkt.
Der Bitcoin-Kurs könnte unter den Realized Price rutschen, obwohl BTC▲$62,630.00 derzeit unterbewertet ist, schrieb der bekannte Krypto-Analyst PlanB, Autor des bekannten Stock-to-Flow-Modells, in einem X-Post am 1. Juli.
Laut dem Analysten lag Bitcoin Ende Juni bei 58.526 $ – unter dem 200-Wochen-Gleitdurchschnitt von rund 62.000 $, aber über dem Realized Price von 52.000 $.

Der Realized Price gilt als Maß für die ungefähre marktweite Kostenbasis: Er misst den Preis, zu dem Coins zuletzt gehandelt wurden. Und wie PlanB betonte: „Alle bisherigen Bärenmarkt-Tiefs lagen unter dem Realized Price.“
Das heißt jedoch nicht, dass PlanB seine seit Langem bullische Bewertungsperspektive aufgegeben hat. Nachdem ein Nutzer einwandte, er habe für diesen Zyklus zuvor 250.000 $ erwartet, erklärte PlanB, Kurs und Bewertung sollten getrennt betrachtet werden:
„Sie vermischen Bewertung und Kurs. Meiner Ansicht nach stimmt beides: Die Bewertung (auf Basis von Fundamentaldaten wie Knappheit, S2F) liegt im Bereich 250k–1m, aber der Kurs kann davon abweichen. Gerade liegt der Kurs deutlich unter dem Wert und könnte von hier aus sogar noch weiter fallen (unter den Realized Price). Bitcoin ist also unterbewertet, kann aber trotzdem noch tiefer gehen.“
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Kapitulationsrisiko bleibt bestehen
Als ein anderer Nutzer anmerkte, auch die Historie könne auf eine tiefere Kapitulationsphase hindeuten, stimmte PlanB zu: Eine weitere Welle aus „Capitulation / Liquidation“ könne kommen, „wenn sich die Geschichte wiederholt“.
Auf die Frage, wann er bearish geworden sei, sagte PlanB, die Warnsignale hätten im vergangenen Dezember mit „gemischten Signalen“ begonnen und seien im Februar bestätigt worden, als Bitcoins RSI – ein von Tradern genutzter Momentum-Indikator – unter die wichtige Marke von 50 fiel.
CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju beschrieb dasselbe Problem in einem breiteren Rahmen. In einem X-Post deutete er an, dass Bitcoin noch ein weiterer parabolischer Zyklus bevorstehe. Dem Markt fehle derzeit jedoch deutlich mehr Kapital, um sich zu bewegen.

Beispielsweise genügten 2011 nur 5 Millionen $ an Nettozuflüssen, um den BTC-Kurs zu verdoppeln – im aktuellen Zyklus seien es rund 101 Milliarden $, schrieb Ju.
Der CryptoQuant-Gründer ergänzte, der nächste parabolische Zyklus werde „vermutlich Billionen“ an Nettozuflüssen brauchen – Bitcoin brauche also eine tiefere institutionelle Adoption statt eines weiteren retail-getriebenen ETF-Trades.
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